Verstopfung Frühschwangerschaft: Ursachen, Symptome und Tipps für einen gesunden Darm

Verstopfung in der Schwangerschaft ist ein viel diskutiertes Thema. Was aber, wenn die Verstopfung bereits während der Frühschwangerschaft einsetzt? Gerade zu Anfang der Schwangerschaft plagen sich viele Frauen mit Übelkeit und Müdigkeit herum. Kommt dann noch ein träger Darm hinzu, kann dies zusätzlichen Stress bedeuten. Und gerade zu Anfang der Schwangerschaft ist es wichtig, sich zu schonen. Was deutet also auf eine Verstopfung in der Frühschwangerschaft hin und welche Medikamente und Hausmittel sind in dieser kritischen Zeit überhaupt erlaubt? Erfahren Sie hier mehr.

Sie erfahren auf dieser Seite:


Was passiert eigentlich in der Frühschwangerschaft im Körper?
– Warum kommt es zu Verstopfungen in der Frühschwangerschaft?
– Wie erkennt man eine Verstopfung in der Frühschwangerschaft
–  3 effektive Tipps gegen Verstopfung in der Frühschwangeschaft

Was passiert eigentlich in der Frühschwangerschaft im Körper?

Um zu verstehen, wie es speziell während der Frühschwangerschaft zu Verstopfungen kommen kann, ist es wichtig zu erläutern, welche Veränderungen sich im Körper in den ersten 12 Schwangerschaftswochen einstellen. Bereits kurz nach der Befruchtung der Eizelle stellt sich der Körper auf das Kind ein. Die Befruchtung der Eizelle erfolgt im Eileiter. Diese befruchtete Eizelle wandert innerhalb von ca. 5 Tagen in die Gebärmutter und nistet sich ein. Nach dieser Einnistung in der Gebärmutterschleimhaut entwickelt sich aus dem Zellhaufen der Mutterkuchen und der Embryo.

Für diese Entwicklungen muss der Körper eine Höchstleistung vollbringen. Um den Embryo künftig zu versorgen, wird der Stoffwechsel schneller und die Blutmenge erhöht sich. Aber auch Hormone werden jetzt gebildet.

Warum kommt es zu Verstopfungen in der Frühschwangerschaft?

In der Frühschwangerschaft wird vermehrt das Hormon Progesteron produziert. Das führt leider auch dazu, dass sich die Beweglichkeit des Darms verlangsamt. Da viele Schwangere in den ersten Wochen mit Übelkeit und Müdigkeit zu kämpfen haben, bewegen sie sich häufig weniger. Dies führt ebenfalls zu einer verringerten Darmtätigkeit. Auch ein veränderter Speiseplan, aufgrund der Übelkeit, kann zur Darmträgheit führen. Nehmen Sie weniger Ballaststoffe zu sich und verspüren stattdessen Gelüste auf Fettiges und Süßes, ist die Verstopfung vorprogrammiert.

Übrigens: Die Verstopfung kann im Laufe der Schwangerschaft noch zunehmen, da im dritten Trimester die größere Gebärmutter, der Uterus und auch das Kind auf den Darm drücken. Das führt dazu, dass sich die Zeit, bis die Nahrung den Darm passieren kann, um fast das Doppelte erhöht.

Wie erkennt man eine Verstopfung in der Frühschwangerschaft?

Eine Verstopfung erkennen Sie in der Regel daran, dass der Stuhlgang weniger als 3-Mal pro Woche erfolgt und eine sehr harte Konsistenz aufweist. Bestehen die Probleme über drei Monate, spricht man von einer chronischen Obstipation oder Verstopfung.

Wichtig in der Schwangerschaft ist zudem, dass durch eine lang anhaltende Verstopfung auch ein Hämorrhoidalleiden verursacht werden kann. Zu starkes Pressen führt häufig dazu, dass die Hämorrhoiden nach außen gedrückt werden und anschwellen.

3 effektive Tipps gegen Verstopfung in der Frühschwangerschaft

Tipp 1 gegen Verstopfung in der Frühschwangerschaft: Ballaststoffe

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt Erwachsenen mindestens 30 Gramm Ballaststoffe täglich. Die meisten Deutschen kommen allerdings nicht mal auf die Hälfte der empfohlenen Tagesmenge. Aufgrund der Übelkeit fällt es vielen Frauen in der Frühschwangerschaft schwer, gesunde Nahrungsmittel zu essen, damit verringert sich die Zufuhr an Ballaststoffen häufig noch mehr. Auch wenn es schwer fällt, ist es für eine bessere Verdauung empfehlenswert, täglich besonders ballaststoffreiche Lebensmittel zu sich zu nehmen.

Hier die Top 6 der ballaststoffreichsten Lebensmittel:

Lebensmittel Ballaststoffe pro 100 g
Flohsamen 83,69 Gramm
Chia Samen 34 Gramm
Erbsen 25,5 Gramm
Kichererbsen 17 Gramm
Birnen 13,5 Gramm
Linsen 12,5 Gramm

Tipp 2 gegen Verstopfung in der Frühschwangerschaft: Flohsamenschalen

Flohsamenschalen sind nicht nur ballaststoffreich und fördern damit eine gesunde Verdauung. Sie besitzen auch spezielle Schleimstoffe und ein sehr hohes Quellvermögen. Quellstoffe binden im Darm Wasser und quellen auf. So vergrößert sich das Volumen des Darminhalts, wodurch die Verdauung angeregt wird. Zusätzlich enthalten die Schalen 20 – 30 % natürliche Schleimstoffe, die die Darmperistaltik zusätzlich anregen.
Flohsamenschalen sind ein bewährtes Mittel bei Verdauungsproblemen, wie z.B. Durchfall und Verstopfung, das während Schwangerschaft und Stillzeit verwendet werden kann. Wichtig ist, unbedingt viel zu trinken, damit es nicht zu einem Darmverschluss kommen kann und die Flohsamenschalen ihre volle Wirkung erzielen. Am besten trinken Sie nach der Anwendung 2-3 Gläser Wasser und tagsüber 2 Liter Wasser oder ungesüßten Tee.

Tipp 3 gegen Verstopfung in der Frühschwangerschaft: Viel Trinken

Da der Darm durch die Hormonumstellung bereits in den ersten Wochen der Schwangerschaft träger wird, ist es hier besonders wichtig, viel zu trinken, um einer Verstopfung vorzubeugen. Nehmen Sie zu wenig Flüssigkeit zu sich, ist auch der Stuhl zu trocken und kann schlechter nach außen befördert werden. Trinken Sie täglich 2-3 Liter Wasser, ungesüßten Tee oder verdünnte Fruchtsäfte. Vermeiden sollten Sie Softdrinks mit viel Zucker, da dies die Verdauung eher negativ beeinflussen kann.

Verstopfung Frühschwanger-schaft: Ursachen, Symptome und Tipps für einen gesunden Darm

Verstopfung in der Schwangerschaft ist ein viel diskutiertes Thema. Was aber, wenn die Verstopfung bereits während der Frühschwangerschaft einsetzt? Gerade zu Anfang der Schwangerschaft plagen sich viele Frauen mit Übelkeit und Müdigkeit herum. Kommt dann noch ein träger Darm hinzu, kann dies zusätzlichen Stress bedeuten. Und gerade zu Anfang der Schwangerschaft ist es wichtig, sich zu schonen. Was deutet also auf eine Verstopfung in der Frühschwangerschaft hin und welche Medikamente und Hausmittel sind in dieser kritischen Zeit überhaupt erlaubt? Erfahren Sie hier mehr.

Sie erfahren auf dieser Seite:


Was passiert eigentlich in der Frühschwangerschaft im Körper?
– Warum kommt es zu Verstopfungen in der Frühschwangerschaft?
– Wie erkennt man eine Verstopfung in der Frühschwangerschaft
–  3 effektive Tipps gegen Verstopfung in der Frühschwangeschaft

Was passiert eigentlich in der Frühschwangerschaft im Körper?

Um zu verstehen, wie es speziell während der Frühschwangerschaft zu Verstopfungen kommen kann, ist es wichtig zu erläutern, welche Veränderungen sich im Körper in den ersten 12 Schwangerschaftswochen einstellen. Bereits kurz nach der Befruchtung der Eizelle stellt sich der Körper auf das Kind ein. Die Befruchtung der Eizelle erfolgt im Eileiter. Diese befruchtete Eizelle wandert innerhalb von ca. 5 Tagen in die Gebärmutter und nistet sich ein. Nach dieser Einnistung in der Gebärmutterschleimhaut entwickelt sich aus dem Zellhaufen der Mutterkuchen und der Embryo.

Für diese Entwicklungen muss der Körper eine Höchstleistung vollbringen. Um den Embryo künftig zu versorgen, wird der Stoffwechsel schneller und die Blutmenge erhöht sich. Aber auch Hormone werden jetzt gebildet.

Warum kommt es zu Verstopfungen in der Frühschwangerschaft?

In der Frühschwangerschaft wird vermehrt das Hormon Progesteron produziert. Das führt leider auch dazu, dass sich die Beweglichkeit des Darms verlangsamt. Da viele Schwangere in den ersten Wochen mit Übelkeit und Müdigkeit zu kämpfen haben, bewegen sie sich häufig weniger. Dies führt ebenfalls zu einer verringerten Darmtätigkeit. Auch ein veränderter Speiseplan, aufgrund der Übelkeit, kann zur Darmträgheit führen. Nehmen Sie weniger Ballaststoffe zu sich und verspüren stattdessen Gelüste auf Fettiges und Süßes, ist die Verstopfung vorprogrammiert.

Übrigens: Die Verstopfung kann im Laufe der Schwangerschaft noch zunehmen, da im dritten Trimester die größere Gebärmutter, der Uterus und auch das Kind auf den Darm drücken. Das führt dazu, dass sich die Zeit, bis die Nahrung den Darm passieren kann, um fast das Doppelte erhöht.

Wie erkennt man eine Verstopfung in der Frühschwangerschaft?

Eine Verstopfung erkennen Sie in der Regel daran, dass der Stuhlgang weniger als 3-Mal pro Woche erfolgt und eine sehr harte Konsistenz aufweist. Bestehen die Probleme über drei Monate, spricht man von einer chronischen Obstipation oder Verstopfung.

Wichtig in der Schwangerschaft ist zudem, dass durch eine lang anhaltende Verstopfung auch ein Hämorrhoidalleiden verursacht werden kann. Zu starkes Pressen führt häufig dazu, dass die Hämorrhoiden nach außen gedrückt werden und anschwellen.

3 effektive Tipps gegen Verstopfung in der Frühschwangerschaft

Tipp 1 gegen Verstopfung in der Frühschwangerschaft: Ballaststoffe

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt Erwachsenen mindestens 30 Gramm Ballaststoffe täglich. Die meisten Deutschen kommen allerdings nicht mal auf die Hälfte der empfohlenen Tagesmenge. Aufgrund der Übelkeit fällt es vielen Frauen in der Frühschwangerschaft schwer, gesunde Nahrungsmittel zu essen, damit verringert sich die Zufuhr an Ballaststoffen häufig noch mehr. Auch wenn es schwer fällt, ist es für eine bessere Verdauung empfehlenswert, täglich besonders ballaststoffreiche Lebensmittel zu sich zu nehmen.

Hier die Top 6 der ballaststoffreichsten Lebensmittel:

Lebensmittel Ballaststoffe pro 100 g
Flohsamen 83,69 Gramm
Chia Samen 34 Gramm
Erbsen 25,5 Gramm
Kichererbsen 17 Gramm
Birnen 13,5 Gramm
Linsen 12,5 Gramm

Tipp 2 gegen Verstopfung in der Frühschwangerschaft: Flohsamenschalen

Flohsamenschalen sind nicht nur ballaststoffreich und fördern damit eine gesunde Verdauung. Sie besitzen auch spezielle Schleimstoffe und ein sehr hohes Quellvermögen. Quellstoffe binden im Darm Wasser und quellen auf. So vergrößert sich das Volumen des Darminhalts, wodurch die Verdauung angeregt wird. Zusätzlich enthalten die Schalen 20 – 30 % natürliche Schleimstoffe, die die Darmperistaltik zusätzlich anregen.
Flohsamenschalen sind ein bewährtes Mittel bei Verdauungsproblemen, wie z.B. Durchfall und Verstopfung, das während Schwangerschaft und Stillzeit verwendet werden kann. Wichtig ist, unbedingt viel zu trinken, damit es nicht zu einem Darmverschluss kommen kann und die Flohsamenschalen ihre volle Wirkung erzielen. Am besten trinken Sie nach der Anwendung 2-3 Gläser Wasser und tagsüber 2 Liter Wasser oder ungesüßten Tee.

Tipp 3 gegen Verstopfung in der Frühschwangerschaft: Viel Trinken

Da der Darm durch die Hormonumstellung bereits in den ersten Wochen der Schwangerschaft träger wird, ist es hier besonders wichtig, viel zu trinken, um einer Verstopfung vorzubeugen. Nehmen Sie zu wenig Flüssigkeit zu sich, ist auch der Stuhl zu trocken und kann schlechter nach außen befördert werden. Trinken Sie täglich 2-3 Liter Wasser, ungesüßten Tee oder verdünnte Fruchtsäfte. Vermeiden sollten Sie Softdrinks mit viel Zucker, da dies die Verdauung eher negativ beeinflussen kann.

Sie wollen noch mehr zum Thema Verstopfung in der Schwangerschaft und auch zum Thema Darmgesundheit erfahren? Dann lesen Sie hier.

Dann empfehlen wir Ihnen weitere Artikel in unserem Ratgeber:

Quellenangaben:

https://deine-gesundheit.net/ballaststoffreiche-lebensmittel/, aufgerufen am 20.11.2019

https://www.netdoktor.de/schwangerschaft/verstopfung-in-der-schwangerschaft/, aufgerufen am 20.11.2019

https://www.apotheken-umschau.de/Verstopfung, aufgerufen am 20.11.2019